Lat. Philologie des Mittelalters und der Neuzeit

Von der kultischen Verehrung zur Verehrung ohne Kult: Felix und Regula in Zürich (8.-18. Jahrhundert)

Im Zentrum des Projektes steht der identitätsstiftende Umgang der städtischen Gemeinschaft Zürichs mit ihren Stadtpatronen, den (angeblichen) spätantiken Märtyrern Felix und Regula, über einen langen Zeitraum (8. bis 18. Jahrhundert). Die beiden Eckpunkte sind zum einen durch eine lateinische Vita des 8. Jahrhunderts, zum anderen durch eine Rede von Johann Caspar Lavater aus dem Jahre 1797 markiert.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hebt zwar Zwingli das Grab der Heiligen auf und verbietet deren Kult, die Verehrung setzt sich jedoch in anderer, nicht mehr liturgischer Form fort – etwa als Erzählung über den Ursprung des christlichen Zürich (im 17. Jahrhundert in Polemik gegen die Jesuiten) oder als Namensgebung. Mit Hilfe eines breiten Spektrums von Texten aller Art, Bildern und Namen soll versucht werden, diese erstaunliche Kontinuität zu untersuchen, um zu verstehen, wie sich die sakrale Identität einer städtischen Gemeinschaft über historische, kulturelle, ja konfessionelle Grenzen hinweg in einem langen Zeitraum gestaltet und welche Rückschlüsse für das Phänomen der Sakralität im Mittelalter und in der Früher Neuzeit möglich sind.

Projektleiter: Prof. Dr. Michele C. Ferrari

Mitarbeiter 2. Projektphase: Mariëlla Niers M.A.

Mitarbeiter aus der 1. Projektphase: Andrea Beck M.A., Alberto Spataro

 

 

 

 

 

 

 

 

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